Mit diesem Anfallskalender dokumentieren Sie epileptische Anfälle übersichtlich über ein bis drei Monate – mit Ihren eigenen Anfallsarten, Ihrem Notfallmedikament und einer Spalte zum Abhaken der Tabletten. Ausfüllen, als PDF speichern oder ausdrucken und zum nächsten Termin mitnehmen.
Warum ein Anfallskalender?
Ein Anfallskalender ist bei Epilepsie eines der wichtigsten Hilfsmittel für die Behandlung. Er zeigt, wie häufig und welche Anfälle auftreten, ob sie mit bestimmten Auslösern wie Schlafmangel oder vergessenen Tabletten zusammenhängen und wie gut eine Therapie wirkt. Auch bei Fragen zur Fahrtauglichkeit, zur Arbeit oder bei einer Medikamentenumstellung sind lückenlose Aufzeichnungen sehr hilfreich.
So führen Sie Ihr Anfallstagebuch richtig
- ✓ Anfallsarten festlegen: Beschreiben Sie bis zu drei typische Anfälle als A, B und C. Im Kalender genügt dann der Buchstabe.
- ✓ Jeden Tag eintragen – auch anfallsfreie Tage in der Spalte „kein Anfall“ ankreuzen.
- ✓ Uhrzeit, Dauer und Umstände notieren, zum Beispiel ob der Anfall aus dem Schlaf heraus auftrat.
- ✓ Mögliche Auslöser mit den Kürzeln festhalten, etwa S für Schlafmangel oder V für vergessene Tabletten.
- ✓ Angehörige einbeziehen: Viele Anfälle bemerken Betroffene selbst nicht. Beobachtungen von anderen gehören mit in den Kalender.
Erste Hilfe bei einem epileptischen Anfall
- ▸ Ruhe bewahren und auf die Uhr schauen
- ▸ Gefährliche Gegenstände entfernen, den Kopf weich lagern
- ▸ Nicht festhalten und nichts in den Mund stecken
- ▸ Nach dem Anfall in die stabile Seitenlage bringen und bleiben, bis die Person wieder ganz wach ist
- ▸ Ein verordnetes Notfallmedikament so geben, wie es ärztlich festgelegt wurde
Weiterführende Informationen für Betroffene und Angehörige bietet die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie.
Häufige Fragen zum Anfallskalender
Am besten dauerhaft. Für die Beurteilung einer neuen oder geänderten Behandlung sind mindestens die Monate zwischen zwei Terminen wichtig, bei seltenen Anfällen auch längere Zeiträume.
Ja. Wählen Sie im Druckdialog „Als PDF speichern“. So entsteht eine Vorlage mit Ihren Anfallsarten und Medikamenten, die Sie beliebig oft ausdrucken können.
Nein. Der Kalender wird vollständig in Ihrem Browser erstellt. Es werden keine Daten gespeichert oder übertragen.
Ja. Eltern können Anfälle, Notfallmedikament und Tabletteneinnahme ihres Kindes genauso dokumentieren. Eine Kopie für Kita, Schule oder Betreuungspersonen ist oft sinnvoll.